Von ePubli zu KindleDirect

Das war ein wirklich spannendes Wochenende für mich. Es war ja nicht so, als hätte ich ständig am Monitor gehangen und den Aktualisierungs-Button gedrückt. Aber nah dran war es schon.Wenigstens einmal in der Stunde konnte ich es nicht lassen und habe mir die aktuellen Verkaufszahlen angeschaut. Nicht immer war da eine Veränderung zu sehen. Und im Nachhinein denke ich, ist es etwa genauso spannend einer Tube Zahnpasta beim Austrocknen zuzuschauen. Aber jeder neue Verkauf und jede in der Leihbücherei gelesene Seite lässt das Autorenherz vor Freude Bocksprünge vollführen.

Ich bin ja ein Fan von Dirk van den Booms Kaiserkrieger und Tentakel-Romanen und lese immer wieder interessiert in seinem Blog sein „Habemus Abrechnung“. Quartalsweise gibt er dort die Verkaufszahlen seiner Romane bekannt. Ich spiele natürlich noch lange nicht in seiner Liga, aber vielleicht findet zum einen das ja jemand interessant und spannend und zum anderen kann ich natürlich ein gewisses Maß an Stolz einfach nicht verhehlen

Meinen ersten Roman „NEOCHRON-Eine zweite Chance“ habe ich vor fast einem Jahr über ePubli.de veröffentlicht. Das war einfach zu bewerkstelligen und mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. ePubli kümmert sich um die Verteilung der Download-Version zu Amazon, Hugendubel und Co. und bringt die Softcover-Version bei Amazon unter. Soweit so gut. Ich will nicht undankbar erscheinen aber dann passierte im Prinzip gar nichts mehr. In den vergangenen 10 Monaten sind von den mittlerweile 4 verschiedenen Romanen bei Amazon 19 Softcover und 75 Downloads verkauft worden. Nicht ein Download bei den anderen Shops wie Google, Weltbild usw. Das klingt nach viel? An jedem Download verdient man bei 0,99ct Verkaufspreis gerade 0,37ct. An jedem Taschenbuch für 11,99€ bleiben 1,37€. Also nicht wirklich der Rede Wert.Es fehlt einfach die protegierung in der Rangliste von Amazon. Wenn man nicht gefunden wird, kann man auch nichts unters Volk bringen. Ganz einfach. „Die Takatomo-Verschwörung“ habe ich dann erstmals bei kdp.amazon untergebracht. Und siehe da, die Verkäufe schnellen in die Höhe. Wobei das natürlich relativ zu sehen ist. Auf der kdp.Amazon Seite kann man das fast Live, anhand eines Liniendiagrams verfolgen.

Bei Amazon gibt es zusätzlich zum normalen Shop noch Kindle-Unlimited und Kindle-Select. Praktisch eine Leihbücherei. Prime-Kunden leihen sich den Roman für bis zu 30 Tage und lesen den Text kostenlos. Als Autor wird man dann für die tatsächlich gelesenen Seiten bezahlt. Die beiden Romane die jetzt Online sind, haben nach Amazon-Sichtweise etwas über 400 Seiten Umfang. In noch nicht einmal einer Woche wurde von den beiden fast 5000 Seiten gelesen. Das entspricht also etwa 12 ganzen Romanen. Gleichzeitig wurden die beiden zusammen 23 Mal für 2,99€ verkauft. Insgesamt habe ich also in einer Woche mit 2 Romanen ein Drittel dessen geschafft, was ich bei ePubli in 10 Monaten mit vier gemacht habe. Und wenn man das in Geld umrechnet, liegt mein „Erlös“ sogar bereits jetzt über dem, was mir ePubli eingebracht hat. Okay. Davon kann man zwei Mal schick Essen gehen. Mehr aber auch nicht. Aber es ist dennch ein unglaubliches Erfolgserlebnis.

Jetzt bin ich dabei die restlichen drei Romane von ePubli zu kdp.Amazon zu holen. Der zweite NEOCHRON-Roman „Tablet-Schach“ wird hoffentlich morgen Abend fertig redigiert und ab dem 1.Februar Online sein. Der dritte, „Zeitbombe“, spätestens zum 1. März und „Arbulon“ irgendwann dazwischen.

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